Liebe KollegInnen,

Ich lade Sie zu den „Festspielen der Pneumologie“ ein. Auf höchstem wissenschaftlichem Niveau wollen wir klinisch relevantes Wissen vermitteln. Zum Wohle unserer Patienten möchten wir spannende Fälle diskutieren – und es darf auch Spaß machen. In Umbruchzeiten der medizinischen Versorgung geht es auch darum, diese Versorgung möglichst gut aufrechtzuerhalten, und all Jenes zu ent-sorgen, was nicht mehr hilfreich ist.
Ein österreichischer Kongress bietet auch eine Möglichkeit, mit Kollegen und Kolleginnen in Kontakt zu kommen oder zu bleiben. Fachliche Kontakte, die auch für unsere Patienten extrem wichtig sind – wen frage ich, wenn ich bei Diagnose XY nicht weiter weiß. Wir alle sind täglich mit den Grenzen unseres Wissens konfrontiert.
Mit dem Format der „Pearls“ möchten wir die Tradition der klinischen Differentialdiagnose wiederbeleben, die Voraussetzung für erfolgreiches therapeutisches Handeln ist und PatientInnen oftmals jahrelange Irrwege – als Folge von Nichtwissen – erspart. Wie die Radiologen sagen: „you only see what you know“. Diese „Pearls“ werden immer mittels Digi-Voting begleitet und ermöglichen die aktive Fallsuche aller Teilnehmer. Heuer ist es auch erstmals gelungen, unsere thoraxchirurgischen Freunde einzuladen – und sie sind dank Jörg Hutter – dieser Einladung gefolgt. Wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit auch weiter gedeiht. Besonderes Augenmerk haben wir auf ein attraktives Angebot für die pneumologische Pflege gelegt und hoffen auf rege Teilnahme. Auch die intra-extra-murale Grenzziehung versuchen wir durch Einbindung der niedergelassenen KollegInnen möglichst zu überwinden.
Liebe Freunde der österreichischen Pneumologie – ich freue mich, Dich/Sie in Salzburg zu sehen, und wünsche uns einen spannenden und gleichzeitig ent-spannten Kongress. Lernen braucht eine Atmosphäre der Wertschätzung, des wechselseitigen Unterstützens und des Humors. Wir hoffen, es gelingt uns, dies erfahrbar zu machen. Mein Dank gilt den Sekretären Romana Mikes und Bernd Lamprecht, allen Mitgliedern des Kongressorganisationskomitees, den engagierten Mitarbeitern von Mondial, und allen Industriepartnern für die nachhaltige Unterstützung.
Um als Exil-Wiener mit Karl Farkas zu enden: „Kommen Sie und schau‘n Sie sich das an!“
Michael Studnicka
Präsident der ÖGP