Sehr geehrte Damen und Herren!
Am 4. Oktober 2013 ging der zweite „Focus Hepatologie“ in den Räumlichkeiten des Schloss Schönbrunns über die Bühne – wiederum mit vollem Erfolg. Der stetige Wandel und die kontinuierliche Innovation in der Diagnose und Therapie von Lebererkrankungen, das Feedback der Teilnehmer und die Tatsache, dass die Veranstaltung wiederum ausgebucht war, ermuntert uns, auch 2014 wieder einen „Focus Hepatologie“ zu veranstalten.
Unser Konzept ist es, in kleinen Gruppen klinische Fälle zu erarbeiten und die aktuellen Strategien in der Hepatologie anhand dieser Fälle zu diskutieren:
Die Therapie der Virushepatitis C steht vor einem grundlegenden Wandel: Die Interferonbasierte Therapie verliert zunehmend an Bedeutung, allerdings steht für die tägliche Praxis noch immer keine Interferonfreie Therapie zur Verfügung. Ist das wirklich so? Müssen wir gleich behandeln oder können wir auf die Interferonfreie Therapie warten? Wie schwer "Leberkrank" ist mein Patient und was bedeutet das für meine Therapieentscheidung? Durch die Zulassung der von DAA´s der zweiten bzw. dritten Generation ändern sich natürlich wieder die therapeutischen Algorithmen. Wann und durch welche Medikamente wird die Hepatitis C zur leicht behandelbaren Infektionskrankheit? Zusätzlich liefert eine Podiumsdiskussion die Information welche Patienten Ende Oktober 2014 bereits eine Interferonfreie Therapie genehmigt bekommen sollten.
Die neue "Volkskrankheit" im Bereich der Hepatologie stellt die „Nicht-Alkoholische-Steato-Hepatitis“ dar. In diesem Bereich möchten wir Ihnen anhand von konkreten Patientenbeispielen die relevante pathophysiologische Konzepte näherbringen. In der klinischen Praxis bereitet die Unterscheidung von der "alkoholischen Steatohepatitis" Probleme, häufig liegt auch eine Kombination von beiden vor.
Im Bereich der Leberzirrhose möchten wir heuer den Fokus auf die "wirklich schwierigen" Fälle legen: Die Hyponatriämie ist ein relevantes Problem in der täglichen Praxis, in diesem Jahr möchten wir dem Management des akuten Nierenversagen einen besonderen Stellenwert widmen. Ein weiterer Focus liegt im Bereich der therapierefraktären Enzephalopathie: Geht ohne Transplantation gar nichts mehr oder können die neue Konzepte in der medikamentösen und interventionellen Therapie der Enzephalopathie helfen?
"Focus Hepatologie" steht für ein neues und innovatives Fortbildungskonzept: Es gibt Ihnen die Möglichkeit in Kleingruppen mit jeweils zwei ausgewählten Experten, anhand von konkreten, aus der Praxis stammenden Fällen, die brennenden Fragen der Hepatologie zu diskutieren und dabei zu lernen, moderne Therapiekonzepte richtig einzusetzen.
Unser Format stellt Ihre Bedürfnisse in den Vordergrund: Durch aktives Miteinander wird die gesamte Bandbreite des Managements von Virushepatitis und Leberzirrhose beleuchtet und die aktuelle Literatur als konkrete Entscheidungsgrundlage erarbeitet. Nach dem head-to-head in den Gruppen wird jeder Punkt im Fazit mittels state-of-the-art- Vorträgen und Podiumsdiskussion abgerundet.
Wir hoffen, Sie mit unserem Format anzusprechen und freuen uns, mit Ihnen einen gemeinsamen, hoffentlich spannenden und kontroversiellen Tag verbringen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen,
Arnulf Ferlitsch und Andreas Maieron
(Wissenschaftliche Leitung)